Für morgen gebaut.
Heute in den Playoffs.
Die Zukunft fest im Blick, die Gegenwart plötzlich auf Erfolgskurs: Schulze’s Special Team hat ein Talent dafür, sich selbst zu überraschen.
Wenn der Blick schon auf die nächste Saison fällt.
Es ist ein Muster, das sich bei Schulze’s Special Team über die Jahre hartnäckig hält. Kaum ist die Saison in vollem Gange, richtet sich der Blick schon auf die nächste. Gute Picks werden abgegeben, Zukunftsplanung betrieben und der Kader so umgebaut, als sei die aktuelle Spielzeit gedanklich bereits abgehakt.
Der Plan klingt vernünftig: langfristig denken, Chancen für morgen sichern und die Franchise nachhaltig aufstellen. Nur hält sich die laufende Saison selten an den Plan.
Aus dem Übergangsjahr wird plötzlich eine Playoff-Jagd.
Doch dann passiert es wieder: Das Team wächst über sich hinaus. Plötzlich werden Spiele gewonnen, die keiner mehr auf dem Zettel hatte. Aus dem vermeintlichen Übergangsjahr wird eine Playoff-Jagd – und alle fragen sich, wie diese Truppe das jetzt schon wieder geschafft hat.
SST ist stark genug, um mitzuhalten, unangenehm genug, um jeden Gegner zu ärgern, und regelmäßig gut genug, um weit zu kommen. Die Saison ist dann auf einmal doch nicht abgeschrieben. Nur ist der Kader inzwischen womöglich schon auf die Zukunft ausgerichtet, während die Gegenwart unerwartet anklopft.
Wenn alle mitreden dürfen, wird der Kurs nicht immer geradliniger.
Ein möglicher Faktor könnte auch in den starken Mitbestimmungsrechten der Fans liegen. Eine Franchise, in der die Anhänger viel Einfluss nehmen können, lebt von Beteiligung und Leidenschaft. Gleichzeitig kann breite Mitbestimmung Entscheidungen komplizierter machen: Langfristige Kaderplanung, kurzfristige Erfolgschancen und die Erwartungen der Fans ziehen nicht immer in dieselbe Richtung.
Ob das tatsächlich ein Nachteil ist oder einfach zum besonderen Charakter von SST gehört, bleibt offen. Fest steht nur: Wenn die Franchise schon wieder für morgen plant und heute plötzlich Richtung Playoffs marschiert, dürfte es im Fanparlament einiges zu diskutieren geben.
Die letzte Tür ist noch verschlossen.
Auf die Überraschung folgte bislang nicht der ganz große Wurf. Trotz aller Fortschritte fehlt noch der letzte Schritt, um sich endgültig zum Champion zu krönen.
Zweimal stand Schulze’s Special Team bereits im Finale. Zweimal blieb der Titel außer Reichweite. Zwei Finalteilnahmen, zwei Niederlagen – eine Bilanz, die beweist, dass die Franchise den Weg bis ganz nach oben kennt. Nur die letzte Tür ist noch verschlossen.
Vielleicht klappt es morgen. Oder doch schon heute?
Die Zukunftsplanung läuft weiter. Die Playoff-Hoffnung offenbar auch.
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