Vom Stromausfall
zur Stichflamme.
Die Fritteusen hatten ausgedient. RunningPeter übernahm die Flammen – und in den Katakomben war noch lange nicht Schluss.
Wenn Peter grillt, schaut man besser nicht weg.
Nach den Elektrikproblemen des Vorjahres musste eine neue Lösung her. Die Fritteusen hatten ausgedient: Beim Super Bowl LX wurden Burger gegrillt statt frittiert. Doch auch diese Umstellung verlief nicht ganz ohne Drama.
Im Mittelpunkt stand Peter, Owner der Franchise RunningPeter und an diesem Abend unangefochtener Herr der Flammen. Mit beeindruckender Ruhe und bemerkenswerter Besonnenheit meisterte er seinen Einsatz. Die Umstehenden beobachteten sein Können mit ehrfürchtigem Respekt. Niemand wagte es, dem Meister ungefragt ins Handwerk zu pfuschen.
Ganz ohne Pyrotechnik ging es trotzdem nicht: Zeitweise stand der Grill in Flammen, Stichflammen inklusive. Doch Peter ließ sich nicht aus der Ruhe bringen – die Halftime Show hätte sich von diesem Feuereifer durchaus eine Scheibe abschneiden können.
Getränke, große Debatten und offene Enden.
Währenddessen floss reichlich Alkohol, und die Halftime Show wurde leidenschaftlich diskutiert. Zwischen musikalischen Grundsatzfragen und angeregten Fachgesprächen verging die Zeit wie im Flug.
Als das Spiel längst Geschichte war, wollten offenbar nicht alle den Heimweg antreten. Aus den Katakomben des Stadions drangen noch lange Stimmen, Gelächter und vereinzelte Jubelschreie. Gerüchten zufolge feiern dort bis heute einige Fans weiter – vermutlich bei der mittlerweile hundertsten Analyse der Halftime Show.
Wenn die Fritteuse Geschichte ist, übernimmt der Grill.
Und wenn Peter grillt, schaut man besser nicht weg.
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